Click of death …

Wer kennt den noch ?

Vor gut 15 Jahren war das Geräusch für mich eine Garantie für  steigenden Blutdruck.
Sicher gab es den Begriff schon vorher aber mir begegnete er das erste Mal bei IOMEGA ZipDisk 100 Wechselfestplatten.
Sogar Wkipedia führt dieses elektronische Juwel (ich glaube ich habe noch welche im Keller) im Zusammenhang mit diesem Begriff auf. So falsch liege ich also nicht.

Leider war das keine einmalige Begegnung und der Auftakt für eine liebevolle Hassbeziehung zwischen mir und den todgeweihten Wechselfestplatten von IOMEGA, SyQuest & Co., bis USB-Gehäuse und erschwingliche IDE-Platten diesem Leiden ein Ende bereiteten.

Heute hatte ich ein Déjà-vu ….

Ein Kollege hatte mir ein USB-Gehäuse (Sharkoon SwiftCase 3.5″) mit 120er IDE-Platte  mitgebracht.
Ich hatte ihm das Teil vor Jahren verkauft, also gab es natürlich die Verpflichtung, dass ich mich auch um die Bestattung kümmere …

Vorspiel

Das Netzteil hatte nach seiner Schilderung den Geist aufgegeben. Er hatte sich im Netz auf die Suche gemacht und tatsächlich eines gefunden, das seiner Meinung nach den Daten des Originalnetzteiles entsprach und vor Allem den besonderen, 4-poligen Stecker besaß. Alle Achtung – das ist schonmal eine nicht allzu einfache Aufgabe.

Trotzdem gab die Platte keinen Mucks mehr von sich und war unter Windows beharrlich unsichtbar.

Wer findet den Fehler ?
Links das originale  Netzteil – rechts das nachgekaufte unten die Festplatte.

Richtig … das originale Netzteil ( links ) liefert zwei Spannungen.
Das nachgekaufte Netzteil geizt allerdings mit den Spannungen und liefert nur 12 V.

Jetzt darf man rätseln an welchem der 4 Pole im Stecker welche Spannung anliegt … und vor Allem, was mit einer IDE-Festplatte geschieht, die ausschließlich mit 12 V beschickt wird.
Ich glaube, es tut ihr nicht wirklich gut, denn 3.5″-Platten benötigen 12V und 5 V, wie der Aufkleber auf der Platte zeigt.

Hauptakt

Da ich als bekennender Elektronik-Messie natürlich ein baugleiches Modell des Gehäuses incl. Originalnetzteil in meinem Stromzoo hege und pflege, war die vermeintlich defekte Festplatte schnell ausgebaut – man weiß ja nie, welchen Schaden ein abgerauchtes und ein falsches Netzteil nacheinander an der Elektronik verursachen. Also nicht mein funktionierendes Netzteil riskieren und die Platte nackig an einen USB-IDE-HDD-Adapter angeschlossen und da war er …

… der click of death.

Abspann

Um das Unglück zu vervollständigen, sei noch erwähnt, dass das Gehäuse auch mit einer intakten Platte und dem richtigen Netzteil keine Daten an Windows lieferte (yes … ich musste es einfach wissen).

Und natürlich waren auf der defekten Platte unwiederbringliche Urlaubsfotos, von denen es ebenso natürlich kein Backup gab.

sync !

Die ersten Frusterlebnisse in Sachen PC-Connectivity und Synchronisierung hatte ich mit irgendeinem Siemens Sxx.

Datenkabel gekauft, COM-Port eingerichtet, Software installiert und stundenlang herumgedoktert.
Das Ergebnis war jahrelang dasselbe. Datensynchronisation mit einer proprietären Handyherstellersoftware, mit der kein vernünftiger Mensch länger als 10 Minuten arbeiten wollte.

SONY hatte schon immer schöne Spielzeuge. Und mit dem SONY Clié wollte ich dann mobil im Internet spielen und nebenbei Termine und Adressen verwalte. Und fotografieren konnte er auch.
Ein klasse Gerät. Geniale Haptik, brillantes Display und Fotoqualität, die keinen Vergleich mit einer damals aktuellen 1.3 Megapixelknipse scheuen musste. WLAN war kein Problem, Bluetooth auch nicht.

Nur der Akku machte ständig schlapp. SONY bekam das Problem nicht in den Griff und entschied sich kurzerhand dazu, keine Cliés mehr zu produzieren. So kann man ein Problem auch lösen.

Irgendwann konnte ich mich dem Lockruf der ersten mobilen aber klobigen Internethandys nicht mehr widersetzen. War ja auch verführerisch – (fast) alles in einem Gerät.
Es war klar, dass ein Handy mit Windows Mobile natürlich die beste Connectivität zu einem Windows-PC und damit auch zu einem Windows-Netzwerk haben musste.
Also fand ein QTEK 9090 den Weg in meinen Stromzoo. Windows Mobile drin und ActiveSync auf dem PC. Das sollte alle Probleme beseitigen und meine Termine aus dem Exchangeserver via Outlook und ActiveSync auf meinem Handy verfügbar machen etc. …

Und natürlich funktionierte nichts. Aber auch gar nichts. Nie habe ich auch nur einen einzigen Termin aktualisieren können, keine Adresse, keine Aufgabe, die ich zuhauf auf meinem Exchangeserver hortete.
Und mit mir tausende anderer Leidtragenden auch, deren frustrierte Hilferufe ich in Foren hätte finden können – wenn ich vorher danach gesucht hätte.

Und dann der WLAN-Krampf in Windows Mobile …..

Menüs und Menüpunkte, deren Bedeutung sich wohl auch den Programmierern nicht erschlossen hat. Konfigurationsschritte, deren Inhalte mit der aktuellen WLAN-Technik nichts zu tun haben.
Reine Glücksache, eine Verbindung hergestellt zu bekommen.

2 Jahre still ertragenes Leid – die Lösung heißt NOKIA N95 !!!

Wieder mal als Early Adopter noch produktionswarm gekauft. Aber diesmal war es kein Fehler, sondern eine Offenbarung.

Mittlerweile hatte der MiniMAC meinen Shuttle Barebone vom Schreibtisch vertrieben und spielte wunderbar in meiner Windows Domäne mit. Die Synchronisation mit Mail, iCal & Co. am MiniMac dauerte inkl. Koppelung via Bluetooth ( nach Installation des Bluetooth-Plugin für MAC OS X von NOKIA ) keine 4 Minuten.

Die Synchronisation mit dem Exchangeserver dauerte am PC nach Installation der NOKIA PC Suite ebenfalls keine 4 Minuten.
Ich habe mich regelrecht erschrocken, als danach alle meine Termine und Aufgaben vom Exchangeserver mit dem Handy abgeglichen und aktualisiert waren.
Ich hatte nirgendwo angegeben, wo der Exchangeserver wäre, wie mein account heißt dort und was ich eigentlich wollte.
Die PC Suite hat alles von selbst erledigt und sich alle verfügbaren Daten des angemeldeten Users besorgt.
Und das fehlerfrei!

Darauf habe ich jahrelang gewartet ….

sync !