Synology DSM 6.x & MariaDB — Kennwort für root ändern …

Für Eilige ==> hier geht’s gleich ohne lange Vorrede zum Tipp 🙂

Als eingefleischte Apple-Jüngerin habe ich eine Vorliebe für Dinge, die gut aussehen, einfach aber gut funktionieren und deswegen tun, was man von ihnen erwartet.
Das kann natürlich auch ein Lippenstift oder irgendein modisches Gadget sein. Aber dafür gibts genug Pubertiere, deren verfallsdatumbedrohten Blogs um diese weltbewegenden Erkenntnisse kreiseln.
Hier soll es sich ja mindestens um Dinge mit Strom drin oder deren softwareseitigen Innereien drehen. Immer wieder, wenn ich also auf ein Problem stoße, dessen Lösung sich mir mit den vorgegebenen Wegen und Möglichkeiten nicht direkt erschließt, gehe ich davon aus, dass es anderen Soft- & Hardware-Opfern ebenso ergeht wie mir.
Wenn ich dann keine sinnvollen Hilfen im Netz finde, ist es mal wieder Zeit ein paar Zeilen auf den Bildschirm zu bringen, bevor ich eben keine mehr dazu habe oder das Problem aus den Augen verliere oder beides …

Synology – NAS meines Vertrauens

Die Synology-NAS erfüllen die Grundbedingungen für den Einzug in meinen Stromzoo spielend.
Sie sind solide konstruiert, bieten für viele Budgets und Problemstellungen das richtige Konzept. Das bieten andere auch mit ihren NAS-Linien.
Was die Synology-NAS für mich auszeichnet, ist das Betriebssystem. Konsequent auf Linux-Basis aufgebaut, wie eine Linux-Distribution mit Desktop für Mausschubser wie mich ausgestattet und mit eigenem, gut und sinnvoll ohne Schnickschnack gefüllten App-Store, der viele Systeme aus der Linux-Welt neben Synology-Applikationen enthält, erfüllt es meine Ansprüche an Nutzen, Usability, Stabilität und Wertigkeit.

Die Apps, eigene wie fremde, ordnen sich desktopseitig in das Synology-System ein, sind sinnvoll voreingestellt und bieten nur die nötigen Einstellungen zum verschlimmbessern. Will man mehr, muss man sich über Umwege auf die Terminal-Ebene begeben. Der Normal-User ist aber glücklich, damit nix zu tun zu haben und alles funktioniert bestens miteinander.

Und trotzdem bin ich auf etwas gestoßen, was mir nicht nur Stirnrunzeln verursacht hat. Letztlich ist es jedoch einfach ein Usability-Problem und leicht gelöst.

Angeblich denke ich zu kompliziert. Meint jedenfalls meine Liebste des Öfteren.
Ich bin da anderer Meinung — natürlich …

WordPress benötigt Datenbank als Backend

Will man auf einem Synology-NAS eine WordPress-Website mit dem angebotenen Paket in Betrieb nehmen, so ist die zusätzlich zur Installation des weitgehend vorkonfigurierten WordPress-Systems die Installation einer Backend-Datenbank notwendig. Das Synology-Biotop bietet da die MariaDB an, dagegen ist nichts einzuwenden und man kann getrost zustimmen.
Der Vorteil ist auch, dass eigentlich nichts großartig einzurichten ist an der Datenbank. Lediglich das root-Passwort ist festzulegen. Der Rest passiert im Rahmen der WordPress-Installation bzw. eines der vielen anderen Systeme, die auch auf die MariaDB zurückgreifen und im AppStore angeboten werden.

Es erscheint an der Stelle, an der das root-Passwort abgefragt bzw. festgelegt werden soll, die folgende Dialogbox:

Wenn Sie an dieser Stelle sagen können „Kein Problem – habe ich mir notiert!“ – Hut ab. Dann sind Sie strukturierter als ich. Ich wußte es nicht bzw. hatte es, glaube ich, noch gar nicht festgelegt.

Dann hilft nix, Sie müssen die Installation von WordPress noch einmal verlassen und sich um die MariaDB-Konfiguration kümmern.

Root-Password für MariaDB festlegen / ändern

Stand: DSM 6.1.3-15152 Update 2

Rufen Sie dazu die MariaDB-App auf. Daraufhin erscheint ein Dialogfenster, in dem der Button MariaDB-Passwort ändern gleich ins Auge fällt:

Mit dem Klick darauf gelangt man in das nächste Dialogfenster:

Wie begreifen SIE die Bedienung dieser Dialogbox, nachdem Sie ja vorher schon einen Button MariaDB-Passwort ändern angeklickt haben?

Ich habe es so verstanden:
Man füllt die Eingabezeile mit einem Wunschpasswort aus, klickt auf den Button OK und fertig.

Ganz falsch !!

Es erscheint eine Fehlermeldung, dass das Passwort falsch sei …

OK habe ich gedacht, dann eben Passwort eintragen und auf den Button MariaDB-Passwort zurücksetzen klicken.

Auch falsch !!!

Nachdem ich nach 1/2 Stunde und gefühlt 100 Versuchen über die „Bin ich eigentlich blöd?“-Phase hinweg war, einmal tief durchgeatmet habe und das Ganze mal ohne meinen „So würde ich das bedienen“-Filter betrachtet habe, kam ich auf die richtige Bedienung:

Sie klicken unter Nichtbeachtung aller anderen Bedienungselemente und Ausschalten des Denkapparates direkt auf den Button MariaDB-Passwort zurücksetzen, das System arbeitet ein wenig und meldet sich mit der folgenden Rückfrage,

die Sie bestätigen. Danach klicken Sie hier und im wieder erscheinenden Dialogfenster auf OK.

Damit gelangen Sie ohne Fehlermeldung in das nächste und letzte Dialogfenster, was sich einem dann wieder ganz einfach erschließt:

Hier geben Sie das Wunschkennwort ein, ein zweites Mal zur Kontrolle, klicken auf OK und haben das (neue) Passwort festgelegt, dass Sie sich diesmal natürlich aufschreiben !!

Wiederum arbeitet das System und meldet sich mit einer weiteren Dialogbox:

Nach der Bestätigung mit Ja ist der Prozeß zur Passwort-Änderung/-festlegung beendet.

 

Ich bin der Meinung, dass man dieses Vorgehen visuell deutlich verständlicher organisieren kann … aber ich denke vermutlich zu kompliziert ….

 

Wenn dieser Post jemandem geholfen hat, würde ich mich über ein kurzes Dankeschön als Kommentar und ggfls. die Verlinkung in anderen Blogs oder Foren freuen !!

Click of death …

Wer kennt den noch ?

Vor gut 15 Jahren war das Geräusch für mich eine Garantie für  steigenden Blutdruck.
Sicher gab es den Begriff schon vorher aber mir begegnete er das erste Mal bei IOMEGA ZipDisk 100 Wechselfestplatten.
Sogar Wkipedia führt dieses elektronische Juwel (ich glaube ich habe noch welche im Keller) im Zusammenhang mit diesem Begriff auf. So falsch liege ich also nicht.

Leider war das keine einmalige Begegnung und der Auftakt für eine liebevolle Hassbeziehung zwischen mir und den todgeweihten Wechselfestplatten von IOMEGA, SyQuest & Co., bis USB-Gehäuse und erschwingliche IDE-Platten diesem Leiden ein Ende bereiteten.

Heute hatte ich ein Déjà-vu ….

Ein Kollege hatte mir ein USB-Gehäuse (Sharkoon SwiftCase 3.5″) mit 120er IDE-Platte  mitgebracht.
Ich hatte ihm das Teil vor Jahren verkauft, also gab es natürlich die Verpflichtung, dass ich mich auch um die Bestattung kümmere …

Vorspiel

Das Netzteil hatte nach seiner Schilderung den Geist aufgegeben. Er hatte sich im Netz auf die Suche gemacht und tatsächlich eines gefunden, das seiner Meinung nach den Daten des Originalnetzteiles entsprach und vor Allem den besonderen, 4-poligen Stecker besaß. Alle Achtung – das ist schonmal eine nicht allzu einfache Aufgabe.

Trotzdem gab die Platte keinen Mucks mehr von sich und war unter Windows beharrlich unsichtbar.

Wer findet den Fehler ?
Links das originale  Netzteil – rechts das nachgekaufte unten die Festplatte.

Richtig … das originale Netzteil ( links ) liefert zwei Spannungen.
Das nachgekaufte Netzteil geizt allerdings mit den Spannungen und liefert nur 12 V.

Jetzt darf man rätseln an welchem der 4 Pole im Stecker welche Spannung anliegt … und vor Allem, was mit einer IDE-Festplatte geschieht, die ausschließlich mit 12 V beschickt wird.
Ich glaube, es tut ihr nicht wirklich gut, denn 3.5″-Platten benötigen 12V und 5 V, wie der Aufkleber auf der Platte zeigt.

Hauptakt

Da ich als bekennender Elektronik-Messie natürlich ein baugleiches Modell des Gehäuses incl. Originalnetzteil in meinem Stromzoo hege und pflege, war die vermeintlich defekte Festplatte schnell ausgebaut – man weiß ja nie, welchen Schaden ein abgerauchtes und ein falsches Netzteil nacheinander an der Elektronik verursachen. Also nicht mein funktionierendes Netzteil riskieren und die Platte nackig an einen USB-IDE-HDD-Adapter angeschlossen und da war er …

… der click of death.

Abspann

Um das Unglück zu vervollständigen, sei noch erwähnt, dass das Gehäuse auch mit einer intakten Platte und dem richtigen Netzteil keine Daten an Windows lieferte (yes … ich musste es einfach wissen).

Und natürlich waren auf der defekten Platte unwiederbringliche Urlaubsfotos, von denen es ebenso natürlich kein Backup gab.

sync !

Die ersten Frusterlebnisse in Sachen PC-Connectivity und Synchronisierung hatte ich mit irgendeinem Siemens Sxx.

Datenkabel gekauft, COM-Port eingerichtet, Software installiert und stundenlang herumgedoktert.
Das Ergebnis war jahrelang dasselbe. Datensynchronisation mit einer proprietären Handyherstellersoftware, mit der kein vernünftiger Mensch länger als 10 Minuten arbeiten wollte.

SONY hatte schon immer schöne Spielzeuge. Und mit dem SONY Clié wollte ich dann mobil im Internet spielen und nebenbei Termine und Adressen verwalte. Und fotografieren konnte er auch.
Ein klasse Gerät. Geniale Haptik, brillantes Display und Fotoqualität, die keinen Vergleich mit einer damals aktuellen 1.3 Megapixelknipse scheuen musste. WLAN war kein Problem, Bluetooth auch nicht.

Nur der Akku machte ständig schlapp. SONY bekam das Problem nicht in den Griff und entschied sich kurzerhand dazu, keine Cliés mehr zu produzieren. So kann man ein Problem auch lösen.

Irgendwann konnte ich mich dem Lockruf der ersten mobilen aber klobigen Internethandys nicht mehr widersetzen. War ja auch verführerisch – (fast) alles in einem Gerät.
Es war klar, dass ein Handy mit Windows Mobile natürlich die beste Connectivität zu einem Windows-PC und damit auch zu einem Windows-Netzwerk haben musste.
Also fand ein QTEK 9090 den Weg in meinen Stromzoo. Windows Mobile drin und ActiveSync auf dem PC. Das sollte alle Probleme beseitigen und meine Termine aus dem Exchangeserver via Outlook und ActiveSync auf meinem Handy verfügbar machen etc. …

Und natürlich funktionierte nichts. Aber auch gar nichts. Nie habe ich auch nur einen einzigen Termin aktualisieren können, keine Adresse, keine Aufgabe, die ich zuhauf auf meinem Exchangeserver hortete.
Und mit mir tausende anderer Leidtragenden auch, deren frustrierte Hilferufe ich in Foren hätte finden können – wenn ich vorher danach gesucht hätte.

Und dann der WLAN-Krampf in Windows Mobile …..

Menüs und Menüpunkte, deren Bedeutung sich wohl auch den Programmierern nicht erschlossen hat. Konfigurationsschritte, deren Inhalte mit der aktuellen WLAN-Technik nichts zu tun haben.
Reine Glücksache, eine Verbindung hergestellt zu bekommen.

2 Jahre still ertragenes Leid – die Lösung heißt NOKIA N95 !!!

Wieder mal als Early Adopter noch produktionswarm gekauft. Aber diesmal war es kein Fehler, sondern eine Offenbarung.

Mittlerweile hatte der MiniMAC meinen Shuttle Barebone vom Schreibtisch vertrieben und spielte wunderbar in meiner Windows Domäne mit. Die Synchronisation mit Mail, iCal & Co. am MiniMac dauerte inkl. Koppelung via Bluetooth ( nach Installation des Bluetooth-Plugin für MAC OS X von NOKIA ) keine 4 Minuten.

Die Synchronisation mit dem Exchangeserver dauerte am PC nach Installation der NOKIA PC Suite ebenfalls keine 4 Minuten.
Ich habe mich regelrecht erschrocken, als danach alle meine Termine und Aufgaben vom Exchangeserver mit dem Handy abgeglichen und aktualisiert waren.
Ich hatte nirgendwo angegeben, wo der Exchangeserver wäre, wie mein account heißt dort und was ich eigentlich wollte.
Die PC Suite hat alles von selbst erledigt und sich alle verfügbaren Daten des angemeldeten Users besorgt.
Und das fehlerfrei!

Darauf habe ich jahrelang gewartet ….

sync !