macOS: Prozess „auccountsd“ beansprucht 100% Rechenleistung

In letzter Zeit nutze ich seltener mein heißgeliebtes MacBook (MacBook Pro, Retina 13″, 3 GHz CPU, 16GB RAM, 250 GB SSD, Mid 2014). Der Grund ist zunehmender Platzmangel auf der internen SSD und ich muss ständig irgendwelche Dinge löschen oder umsortieren. Dazu fehlt mir oft Lust und Zeit im Moment.

Heute gab es jedoch mal wieder einen Grund, das MacBook aufzuklappen und sofort empfing es mich mit lustigem Rauschen nach dem Anmelden.

OK – Neustart.
Kommt ja schon mal vor bei Äpfeln, die seit Monaten im Schlaf liegen, ohne ein- & ausgeschaltet zu werden.

Und wieder schönes Rauschen nach dem Anmelden.
OK  – schauen wir mal unter die Haube, was da die CPU so beansprucht, dass der Lüfter sich genötigt fühlt, für Kühlung sorgen zu müssen.

Ein gutes Hilfsmittel, um Amok laufende Prozesse oder Ressourcenfresser auszumachen, ist die Aktivitätsanzeige vom MAC OS.

Schnell den Spaltenkopf % CPU mit der prozentualen Anzeige des Ressourcenverbrauch der jeweiligen APP oder des jeweiligen (System-)Prozesses anklicken, um nach dem größten CPU-Last Verbraucher zu sortieren.

Bei einem ruhenden System, ohne laufende APPs und ohne Hintergrundprozesse, wie z.B. Cloudsynchronisations-, Antivirus- oder Updatevorgänge, sollte dort keine Prozentzahl deutlich über 20% auftauchen.

157% CPU-Zeit … da muss man sich nicht lange fragen, ob etwas schief läuft.

 

Ein Blick in die Interna dieses Prozesses (Doppelklick auf den Prozesseintrag) zeigt recht schnell, womit er sich beschäftigt:

Nach ein bisschen Scrollen im Tab Geöffnete Dateien und Ports zu den Task-Interna von accountsd finde ich den Eintrag

[…] /System/Library/Accounts/Authentication/icloudIDAuthentication […]

Der Prozess accountsd kümmert sich also augenscheinlich u.a. um die Synchronisation der eingerichteten Mailaccounts. Da Mail bei mir in dem Moment gar nicht lief, kann es sich also nur um ein Problem bei den zugehörigen Hintergrundprozessen handeln. Also z.B. das Abfragen auf neue Emails.

Da alle Accounts bei mir via IMAP eingerichtet sind, war es kein Problem, sie mal testweise zu deaktivieren.
Als das jedoch nur ein Absenkung auf ca. 100% +/- 10 % brachte, habe ich sie nach und nach gelöscht und wieder hinzugefügt (sofern man seine Accountdaten ordentlich im Griff hat – kein Problem).

Das Problem war ein Exchange-Account, der serverseitig mit einem privaten Zertifikat arbeitet. Wird zwar von Apple Mail bei der Einrichtung akzeptiert, sorgt aber offenbar irgendwann für Sand im Getriebe. War der Account nicht vorhanden, gab es keine Probleme und das System blieb flüsterleise.

Also habe ich den Account weggelassen und werde ihn zukünftig über OutlookWebAccess abfragen. Kein sehr befriedigende Lösung haben aber zumindest schnell — und leise 🙂 !!

 

Wenn dieser Post jemandem geholfen hat, würde ich mich über ein kurzes Dankeschön als Kommentar und ggfls. die Verlinkung in anderen Blogs oder Foren freuen !!

 

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