Öfter mal etwas Anderes …

… soll ja belebend sein.

Deswegen habe ich nach einen guten Jahrzehnt MS Office Professional 2003 selbiges von meinem letzten verbliebenen Windows-PC verbannt und gegen eine Lizenz SoftMaker Office 2012 Professional ausgetauscht.

Ausschlaggebend dafür war, das Apple seit dem Umstieg auf iCloud Microsoft Outlook 2003 nicht mehr direkt mit seinem iCloud-Plugin unterstützt. Was gab es also für Alternativen?

Spätestens seitdem ich in mein geliebtes, weißes, 2008er MacBook mit einer 256GB SSD ausgestattet habe, werde ich permanent ungeduldig, wenn ich auf anderen Rechnern irgendwelche Programme starte. Es ist einfach rattenschnell und jeder Gedanke an ein neues MacBook ist ab sofort obsolet. Aber das ist eine andere Story.
Grundsätzlich möchte ich lieber auf irgendwelche opulenten Funktionen verzichten, als beim Start eines Programmes allzu lange warten zu müssen.
Auf dem Macbook startet Apple’s Page’09 quasi mit dem Mausklick (ja, ich weiß – dank SSD …).

Insofern schied OpenOffice und seine Derivate bei mir kategorisch aus, da es zum Starten mindestens so lange benötigt, wie Microsoft’s Office-Bolide.

Fündig wurde ich bei SoftMaker, die ich schon immer dafür bewundert habe, dass sie sich trauen, funktionale Kopien der Microsoft’schen Office-Produkte zu basteln, wie sie offensichtlicher kaum sein können.
Und das beste daran ist, sie laufen blitzschnell, benötigen nur einen Bruchteil der Ressourcen und bieten die meisten Funktionen.

Mit der frei verfügbaren Version SoftMaker Office 2008, die in etwa dem MS Office 2003 entspricht, habe ich mich davon überzeugt.
Eines der Mankos – SoftMaker Office besitzt kein Access-ähnliches Programm – kann ich im Moment verschmerzen ( SoftMaker hat DataMaker bereits in der Entwicklung ).
SoftMaker Office brachte bisher allerdings auch keinen Personal Information Manager (PIM) mit.

Mit der Version Office 2012 Professional hat SoftMaker diese Lücke mit dem Einkauf des eM Client Pro geschlossen.
Dabei handelt es sich um einen ausgewachsenen PIM mit Kontakt-Adress-Termin-Aufgaben- und eben auch Mailverwaltung, ohne dabei einen Exchange-Klotz mitzuschleppen. Hinzu kommen Funktionen, die in Outlook schon ewig vermisst werden, wie die echte Volltextsuche und die über die Features anderer Mailprogramme z.T. weit hinausgehen.

eM Client ist auch direkt vom Hersteller zu beziehen. Ein Blick auf dessen Webseite lohnt sich sicher, denn es wird auch ein Sync-Dienst angeboten und auch die Vergleichstabelle der Features mit anderen Bewerbern ist auch sehr aufschlussreich. Der Preis beim Hersteller liegt bei 39,59 € – SoftMaker bietet das Programm als Teil seiner Professional-Suite an, die 99 € kostet.
Kein schlechtes Angebot also.

Apropos Sync …

Outlook 2003 gegen eM Client auszutauschen war nur dann für mich sinnvoll, wenn die iCloud-Synchronisation nicht nur mit eMails, sondern auch mit dem Kalender, den Aufgaben und den Terminen möglich war.
Ich kann es vorweg nehmen – es geht. Gut sogar. Wie, dass schildere ich Euch hier.
Sicher lesenswert für jeden, der iCloud in seinem PIM integrieren will, denn eine Anleitung für iCloud-Synchronisation von Mail UND Kalender UND Kontakten habe ich nirgendwo im Netz gefunden – da musste ich sie selbst erarbeiten.

Der wichtigste Qualitätscheck – der nach unten offene Ulla-Wert – stand aber noch bevor.

Nachdem der Sync mit iCloud funktionierte, habe ich MS Office vom Rechner gelöscht und der Ulla den eM Client ohne weitere Erläuterungen als neues Mailprogramm vorgesetzt.
Das Urteil:
„Ist doch so ähnlich wie das Programm vorher. Kein Problem.“

Leider hatte ich Outlook deinstalliert, ohne die mk2-Datei mit den beim Eingeben gespeicherten Mailadressen auszulesen.
Microsoft hält dieses für eine Komfortfunktion – tatsächlich verleitet es die einfachen User dazu, keine Kontakte zu pflegen.
Am nächsten Tag hatte sich Ulla aus den alten Mails die Mailadressen gefischt und in den Kontakten abgelegt, die sie bisher nicht besonders gepflegt hatte.

Besser geht’s nicht.
Wer verlangt mehr von einem Programm, als dass es von nicht besonders Computer-affinen Usern selbsterklärend bedient werden kann ….

Das Ergebnis meines ganz privaten Tests wird ganz wunderbar von c’t bestätigt.
Nachzulesen in c’t 4/2012 auf Seite 78/79 . Der Artikel sei jedem Interessenten auf der Suche nach einer Office-Suite wärmstens ans digitale Herz gelegt.

Also, wer darüber nachdenkt, ob er sich an die Ribbons von MS Office 2010 gewöhnen möchte, seine paar privaten Dokumente nicht in einer Cloud verwursten will und lieber einen Hersteller vertraut, der Geld verdienen muss, als einer Community, dessen Produkt alle paar Jahre den Besitzer wechselt, der ist bei SoftMaker Office 2012 Professional bestens aufgehoben.

Willkommen im Stromzoo !

Zum Schluss

Das Update von einer alten (kann auch die kostenlose 2008er sein) Version kostet für SoftMaker Office 2012 Professional nur 59,95 € zzgl. Versand ! **
Es wird bei der Installation keine alte Lizenznummer abgefragt …
Wer will, darf natürlich auch  99 € ausgeben.

Besteht schon eine SoftMaker Office-Installation, so wird sie vom Installationsprogramm deinstalliert (auch eine aktuelle Testversion 2012). Keine Angst – alle Einstellungen – insbesondere vom eM Client – bleiben komplett erhalten.

**Nachtrag 02.04.2012:
Im Moment gibt es eine aktuelle Aktion zum Upgrade von der Free-Version auf die 2012er-Version für 49,95 € zzgl. Versandkosten.
Mehr dazu im aktuellen Newsletter.

 

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